Ab 2025 gibt es für die Zertifizierung ein verändertes internationales Curriculum!
Referentin: Dipl. Psych. Claudia Müller-Quade
EGO State Therapie Ausbildung · Inhalte der Seminare Teil 1-5/6
zur Zeit in Wiesbaden
Seminar 1: Basisseminar Einführung in die Ego-State-Therapie:
3 Tage – 24 Unterrichtseinheiten
Grundlagen der Ego-State-Therapie & Neurophysiologie von Trauma
Moderne Traumatherapie funktioniert: praxisnah, körperorientiert und tiefenpsychologisch fundiert. Lernen Sie, innere Anteile (Ego-States) zu erkennen, mit ihnen in Kontakt zu treten und sie gezielt zur Stabilisierung Ihrer Klient*innen einzusetzen.
Erkennen Sie die spannende Verbindung von Neurobiologie, Hypnose, Körperarbeit und therapeutischer Beziehung. Die Ego-State-Therapie wird als ein Teile-Modell vorgestellt, das sich in Kombination mit hypno-somatischen Ansätzen für die Arbeit mit versteckten Symptomen, besonders bei traumatisierten Klientinnen und Klienten eignet.
Das Curriculum EGO-State-Therapie richtet sich an Fachkräfte aus Psychotherapie.
In diesem Seminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die neurophysiologischen Grundlagen von Trauma, Dissoziation und der Wirkung von Hypnose sowie deren wechselseitige Zusammenhänge kennen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Verständnis der theoretischen Grundlagen der Ego-State-Therapie. Dabei spielen verschiedene Modelle wie z.B.: das Lebensflussmodell, die Polyvagal-Theorie von Stephen Porges, das Leitermodell von Deb Dana u.a. eine zentrale Rolle.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den verschiedenen Zuständen des Autonomen Nervensystems und den damit verbundenen Botschaften des Körpers. Die Teilnehmer setzen sich mit den Auswirkungen von Stress auf Gehirn und Körper auseinander und erfahren, wie sie gezielt Einfluss auf das Autonome Nervensystem nehmen können – durch gezielte Ich-Stärkung sowie durch Sicherheits-, Stabilisierungs- und Erdungstechniken.
Die Teilnehmer vertiefen ihr Verständnis der Persönlichkeitstheorie und des Menschenbildes in der Ego-State-Therapie. Sie lernen die Entstehung von Ego-States, deren spezifische Merkmale und Funktionen sowie unterschiedliche Arten von Ego-States kennen und erfahren, wie diese voneinander unterschieden werden können. Ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist das Erlernen von Methoden zur Kontaktaufnahme mit einzelnen Ego-States.
Im Rahmen praktischer Übungen werden Möglichkeiten zur Stressregulation vermittelt und eingeübt, um eine nachhaltige Stabilisierung von Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Dabei kommen hypnotherapeutische Techniken, systemische, kognitive sowie körpertherapeutische Ansätze zum Einsatz.
Seminar 2: Aktivierung und Arbeit mit ressourcenreichen Ego-States
3 Tage – 24 Unterrichtseinheiten
Stärken aktivieren – Ressourcen-Anteile nutzen – innere Teams aufbauen
In diesem Aufbauseminar liegt der Schwerpunkt auf der gezielten Aktivierung und therapeutischen Nutzung ressourcenreicher Ego-States. Aufbauend auf den Grundlagen der Ego-State-Therapie vertiefen die Teilnehmer*innen ihr Verständnis für die körperlichen Auswirkungen von traumatischem Stress und lernen, wie sich Stabilisierung durch Erdungs- und Stärkungstechniken mithilfe hypnotherapeutischer Methoden effektiv fördern lässt.
Der Schwerpunkt liegt auf der gezielten Arbeit mit inneren und äußeren Ressourcen. Die Teilnehmer*innen lernen, wie sie Ressourcen-Ego-States identifizieren, stärken und im therapeutischen Prozess nutzbar machen können. Dabei geht es sowohl um das Auffinden bereits vorhandener Ressourcen als auch um das kreative „Erfinden“ neuer unterstützender Anteile.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Aktivierung und Kontaktaufnahme mit ressourcenreichen Ich-Zuständen. Die Teilnehmer*innen erfahren, wie sie mit diesen Anteilen in einen förderlichen Dialog treten und wie sie ressourcenreiche Ich-Zustände gezielt zur Bewältigung psychischer Traumatisierungen einsetzen können. Sie lernen, wie sich aus diesen Anteilen ein stabiles, unterstützendes inneres Ressourcenteam aufbauen lässt, das Klientinnen langfristig begleitet und stärkt.
Ein zentrales Element ist die Arbeit mit Imaginationen, Hypnosetechniken, Embodiment und somatischem Tracking – also dem bewussten Wahrnehmen von Körperempfindungen, die mit inneren Prozessen verknüpft sind. Zudem lernen die Teilnehmer*innen das SARIA-Modell kennen, das die fünf Phasen eines therapeutischen Prozesses strukturiert beschreibt und Orientierung für die Arbeit mit Ego-States bietet
Durch Demonstrationen, praktische Übungen und Selbsterfahrung wird das Wissen lebendig vermittelt und unmittelbar anwendbar gemacht.
Termin in 2026:
EGO-State-Therapie Teil 2
02.10. – 04.10.2026 (3 Tage, 24 UE)
jeweils 09.30-17.30 Uhr
Referentin: Dipl. Psych. Claudia Müller-Quade
Ort: Wiesbaden
630 €
Frühbucherrabatt: 600,00 €
Anmeldung 2026
Seminar 3: Kontaktaufnahme und Arbeit mit symptomtragenden Ego-States
2 Tage – 16 Unterrichtseinheiten
Verletzte Anteile verstehen, begleiten und integrieren
Im Zentrum dieses Seminars steht die therapeutische Arbeit mit symptomtragenden Ego-States – jenen inneren Anteilen, die mit psychischem oder körperlichem Leid oder Schutzmustern traumatischer Erfahrungen verbunden sind.
Sie lernen, wie Sie mit symptomassoziierten Ego-States arbeiten – also mit jenen inneren Anteilen, die Schmerz, Trauma, Schutzmechanismen oder körperliche Symptome mit sich „tragen“.Sie erfahren, wie Sie belastete Ich-Zustände erkennen, in Kontakt treten und gezielt therapeutisch begleiten – mit dem Ziel, Selbstregulation, Stabilität und Integration zu ermöglichen.
Die Teilnehmer*innen lernen außerdem, wie sie diese Zustände identifizieren, aktivieren und deren zugrundeliegende Bedürfnisse erkennen können mit dem Ziel, Selbstregulation, Stabilität und Integration zu ermöglichen.Besonders wichtig ist dabei der respektvolle und achtsame Umgang mit verletzten Anteilen. Es wird vermittelt, wie symptomassoziierte Ego-States versorgt werden können, wenn sie sich in Flucht- oder Kampfreaktionen äußern. Ziel ist es, diese Dynamiken zu verstehen und therapeutisch wirksam zu beeiflussen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der vertieften Arbeit mit Hypnose, kognitiver Umstrukturierung, aber auch Embodiment, somatischem Tracking und therapeutischen Berührungen. Diese teilweise körpernahen Methoden dienen der Co-Regulation – also dem feinfühligen Zusammenspiel von Therapeuten*in und Klient*in zur emotionalen Beruhigung und Stabilisierung des autonomen Nervensystems.
Es werden spezifische Techniken demonstriert und praktisch eingeübt, die helfen, traumatische Stressreaktionen aufzulösen und eine bessere Selbstregulationsfähigkeit zu ermöglichen. Auf dieser Grundlage kann eine nachhaltige Integration der symptomassoziierten Anteile stattfinden.
Das Seminar bietet Raum für Selbsterfahrung, praktisches Üben und kollegialen Austausch – und vertieft damit die professionelle Kompetenz im Umgang mit herausfordernden inneren Zuständen.
EGO-State-Therapie Teil 3
20.11. – 21.11.2026 (2 Tage, 16 UE)
jeweils 09.30-17.30 Uhr
Referentin: Dipl. Psych. Claudia Müller-Quade
Ort: Wiesbaden
430 €
Frühbucherrabatt: 400,00 €
Anmeldung 2026
Seminar 4: Kontaktaufnahme und Arbeit mit traumaassoziierten Ego-States
2 Tage – 16 Unterrichtseinheiten
Traumatische Anteile sicher aktivieren, begleiten und integrieren
In diesem vierten Seminar liegt der Fokus auf der Arbeit mit traumaassoziierten Ego-States – also jenen inneren Anteilen, die mit überwältigenden Erfahrungen aus der Vergangenheit verbunden sind. Die Teilnehmer*innen lernen, die spezifischen Merkmale dieser Anteile zu erkennen und die nötigen Voraussetzungen für eine achtsame Kontaktaufnahme zu schaffen. Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist die schrittweise Vorbereitung auf die Arbeit mit diesen besonders sensiblen Ich-Zuständen. Dabei wird vermittelt, wie ein sicherer Zugang möglich wird, welche inneren und äußeren Stabilisierungstechniken dafür notwendig sind und wie diese Anteile versorgt und begleitet werden können.
Die Teilnehmer*innen erfahren, wie sich die oft komplexe innere Dynamik traumaassoziierter Ego-States äußert – etwa durch Rückzug, Überflutung oder fragmentierte Erinnerungen – und wie sich dies mit therapeutischer Präsenz, Geduld und Klarheit begegnen lässt.
Ein wichtiger methodischer Baustein ist das Pendulieren zwischen ressourcenreichen und belasteten Zuständen, um Überforderung zu vermeiden und eine Regulation auf allen Ebenen zu ermöglichen. Diese Technik wird ausführlich erklärt, demonstriert und in praktischen Übungen trainiert.
Darüber hinaus lernen die Teilnehmer*innen verschiedene Formen der Versorgung traumaassoziierter Anteile kennen: durch nachträgliches Nähren und verschiedene korrigierende Erfahrungen sowie durch den gezielten Einsatz ressourcenreicher Ego-States als unterstützende Begleiter.
Ziel ist es, durch gezielte Ressourcenarbeit und Arbeit an der Kooperation der verschiedenen Ego-States eine nachhaltige Versorgung, Transformation und Integration dieser Anteile zu ermöglichen. Dies wird durch die Verbindung von körperorientierten, hypnotherapeutischen und kognitiven Ansätzen erreicht.
Auch in diesem Seminar stehen Demonstration, praktische Übungen, Selbsterfahrung und kollegialer Austausch im Mittelpunkt, um Sicherheit, Empathie und therapeutische Wirksamkeit in der Arbeit mit traumatisierten Anteilen zu vertiefen..
Die Teilnehmer*innen lernen die Selbstregulatoren kennen – zentrale Ressourcen, die therapeutisch gezielt aktiviert werden können, um emotionale, mentale und körperliche Stabilität zu fördern.
Ein weiteres Kernstück des Seminars ist die Arbeit mit korrigierenden Erfahrungen – sowohl körperbezogen als auch kognitiv und imaginativ. Diese werden in verschiedenen Formaten vermittelt, u. a. in Hypnose, in der Imagination oder über strukturiertes Embodiment. Die Unterscheidung von Bottom-Up– und Top-Down-Prozessen hilft dabei, die richtige therapeutische Zugangsweise zu wählen – je nach therapeutischer Phase.
Abgerundet wird das Seminar durch das Erlernen der Empty-Chair-Technik (Leerer Stuhl), einer bewährten Methode zur inneren Dialogführung, Perspektivübernahme und Integration konfliktbehafteter Anteile.
Dieses Seminar bietet einen fundierten Rahmen, um die komplexe Arbeit mit belasteten Ego-States sicher, kreativ und ressourcenorientiert zu vertiefen.
Termin in 2027!
Seminar 5/6: Kontaktaufnahme und Arbeit mit destruktiv wirkenden Ego-States
2 Tage – 16 Unterrichtseinheiten
Destruktive Anteile verstehen, entschärfen und in Entwicklung bringen und transformieren
In diesem Seminar lernen Sie, destruktiv wirkende Ego-States differenziert zu erkennen, sicher zu begegnen und gezielt zu transformieren. Sie beschäftigen sich mit der inneren Dynamik verletzender oder schädigender Anteile, ihren Funktionen und Ursprüngen – etwa als Introjekte oder Täteranteile.
Ziel ist es, diese Anteile therapeutisch zu begleiten, ihre Abwehrreaktionen zu entschärfen und Wege zu neuen Lösungen zu eröffnen.
Dieses Fortgeschrittenen-Seminar widmet sich einem besonders herausfordernden Bereich der Ego-State-Arbeit: der Kontaktaufnahme und therapeutischen Begleitung destruktiv wirkender Ego-States. Dabei handelt es sich um innere Anteile, die durch Selbstabwertung, Sabotage, Selbstverletzung oder aggressive Dynamiken auffallen – oft als Reaktion auf tiefe Traumatisierung, ungelöste Bindungskonflikte oder introjizierte Täterbotschaften.
Zu Beginn lernen die Teilnehmer*innen die Merkmale und Funktionen dieser Anteile kennen. Eine Einteilung in unterschiedliche Schweregrade ermöglicht es, den jeweiligen Ego-State differenziert wahrzunehmen und entsprechend einzuordnen.
Ein zentrales Lernziel ist das Verständnis für die Entwicklung dieser destruktiven Ich-Zustände im Rahmen des Stufenmodells der psychosozialen Entwicklung nach Erik H. Erikson. Die unterschiedlichen Ausprägungen solcher Ego-States lassen sich oftmals auf bestimmte frühkindliche Entwicklungsphasen und Überlebensstrategien zurückführen.
Die Teilnehmer*innen setzen sich auch mit der Dynamik sogenannter Introjekte – insbesondere Täterintrojekte – auseinander. Diese hybrid wirkenden Ego-States vereinen häufig Anteile des Selbstschutzes mit übernommenen, destruktiven Botschaften von außen. Ziel ist es, diese inneren Dynamiken zu entschlüsseln, ihre Funktion zu würdigen und mit therapeutischer Klarheit und Präsenz in einen konstruktiven Dialog zu treten.
Dabei werden Demaskierungs- und Desidentifikationstechniken angewandt, mit deren Hilfe die schädigende Funktion solcher Anteile erkannt, enttarnt und allmählich aufgelöst werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Transformationsprozessen, die sowohl zwischen verschiedenen Ego-States (Inter-State-Transformationen) als auch innerhalb eines einzelnen Zustands (Intra-State-Transformationen) angeregt werden können. Diese Prozesse ermöglichen es, inneres Erleben neu zu verknüpfen, starre Muster aufzuweichen und belastende Anteile allmählich zu integrieren.
Die Teilnehmer*innen lernen, wann und wie diese Techniken eingesetzt werden können.
Durch gezielte Aktivierung, Kommunikation und kognitive Umstrukturierung können viele destruktiv wirkende Ego-States transformiert werden und einen Platz im inneren System finden, ihre Funktionen wandeln und zur Wiederherstellung von Selbstregulation und Integrationsfähigkeit beitragen.
Durch Demonstration, praktische Übungen und Selbsterfahrung wird diese Arbeit erprobt, um mit herausfordernden Anteilen sicherer umzugehen.
Termin in 2027!
Fortbildungspunkte werden beantragt!
