„Yoga trifft Traumatherapie: Einsatzmöglichkeiten von Yoga in der modernen Traumatherapie“

Referenten: Dipl. Psych. Margarete Kruczek-Schumacher und Afshin Amirsadri

In den letzten 10 Jahren hat das Yoga einen sehr rasanten und erfolgreichen Einstieg in die Traumatherapie gefunden, nicht zuletzt durch die Pionierarbeit von Dr. Bessel van der Kolk, der als einer der ersten die Vielfalt und den Nutzen der Yogainterventionen als eines ganzheitlichen Ansatzes für die Traumatherapie entdeckt und ausführlich beforscht hat.

Auch andere Forscher (Steven Porges, Daniel Siegel, Jack Kornfield, Peter Levine u.v.m.) beziehen sich sehr stark in ihrer Arbeit auf das Yoga. Yoga als eine Geist-Körper-Therapie ist schlicht aus der modernen Traumatherapie nicht mehr weg zu denken. Mit seiner Vielfalt an Atemtechniken (Pranayama), Posen (Asanas) und gezielten Anwendung von Tönen und Meditation bietet es sehr erfolgreiche Interventionsmöglichkeiten für alle Zustände des Autonomen Nervensystems: die ventrale Einschaltung, die sympathikotone Erregung sowie die dorsale Abschaltung.

Die unzähligen Studien über die Wirksamkeit der yogischen Atemtechniken auf das autonome Nervensystem, die vielen Embodiment-Studien, die Erkenntnisse über die Wechselwirkung zwischen den Emotionen und den Atemmustern: All dieses hat dem Yoga im Bereich der Traumatherapie Tür und Toren geöffnet.

In dem sehr praxisorientierten Workshop werden die Schnittstellen zwischen der traumarelevanten polyvagalen Theorie nach Steven Porges und Yoga ausführlich geschildert.

Im praktischen Teil werden die Teilnehmer eine Vielfalt an Zentrierungs- und Erdungsübungen, Atemtechniken und leichten Asanas erlernen sowie unterscheiden können, welche Interventionen für welche Patienten (entsprechend der polyvagalen Theorie) geeignet sind.

Vorkenntnisse im Yoga sind nicht erforderlich.

Termin:

Yoga und EGO-State Therapie
02.11. – 03.11.2024 (2 Tage)
jeweils 09.30-17.00 Uhr
Ort: Wiesbaden
400 €

Anmeldung 2024