Die Polyvagale Theorie nach Stephen Porges leicht gemacht!

Referent: Dr. Woltemade Hartman

Ich arbeite seit fast 30 Jahren als Psychotherapeut in eigener Praxis. Auf dieser beruflichen Reise begegnete ich vielen interessanten Dimensionen und Aspekten der Psychotherapie. Aber ein wichtiger Aspekt wurde unterschätzt, nämlich das Bedürfnis des Patienten nach Sicherheit.

Wenn ich also als Dozent für Psychotherapie tätig bin, dann lautet meine Botschaft an die KollegenInnen: informiert euch über die Wissenschaft der Sicherheit! Die Polyvagale Theorie von Stephen Porges stellt ein physiologisches und psychologisches Wissen darüber zur Verfügung, warum traumatisierte Menschen Zyklen von Mobilisierung, Dissoziation, Engagement und Neuverbindung durchlaufen. Das Trauma gefährdet die gesunde Fähigkeit unserer PatientenInnen, mit anderen in Beziehung zu treten, wobei dann stattdessen Muster des Selbstschutzes wie Dissoziation überwiegen. Die Polyvagale Theorie verhilft Angehörigen der Gesundheitsberufe zu einem besseren Verständnis dafür, wie das Autonome Nervensystem das Sicherheitsgefühl der PatientenInnen formt und wie es ihre Fähigkeit beeinflusst, sich selbst zu regulieren, in Verbindung mit der Außenwelt zu treten und sich in mitmenschlichen Beziehungen wieder sicher zu fühlen.

Das Ziel dieses Workshops besteht darin, dass die Polyvagale Theorie in Ihre therapeutische Arbeit Einzug hält.  Sie werden entdecken, wie sich durch die therapeutische Umsetzung der Polyvagalen Theorie die Effektivität ihrer klinischen Arbeit mit Trauma-PatientenInnen steigern lässt. Ich werde dies anhand einer klinischen Demonstration und einiger praktische Übungen vermitteln.

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

Spezialseminar: Polyvagal-Theorie nach Porges, leicht gemacht
21.03.2022
09.30. – 18.00 Uhr
Referent: Dr. Woltemade Hartman
Ort: Wiesbaden
180,- €

Anmeldung 2022