Die innere Selbstfamilie als System – strukturelle Ansätze zur Arbeit mit inneren Selbstanteilen. Weiterführungsseminar – Teil 2

Referent: Dr. Jochen Peichl

Kurzbeschreibung:

„Die zentrale Herausforderung der Inneren-Kind-Arbeit besteht darin, die für die Symptomatik der Klientin wichtigen Systemeinheiten der zusammenhängenden Kind-Ego-States und der dazugehörigen internalisierten Ego-States herauszuarbeiten…“ Erinnern Sie sich an das Zitat?

Nachdem wir uns im Teil 1 mit den verschiedenen „Kind-Ego-States“ beschäftigt haben, widme ich mich heute dem anderen Pol der verinnerlichten Beziehung – den Introjekt-Ego-States.

Normalerweisen bilden sich die Werte, Normen und Problemlösestrategien der wichtigsten Bezugspersonen unseres Leben nach innen ab (Introjektion oder Verinnerlichung) und wenn wir uns damit identifizieren werden diese zu unserem Über-Ich oder Gewissen. Diese können freundlich und hilfreich ausfallen, oder wie bei den Inneren Kritikern eher kritisierend oder gar entwertend. Im Moment einer Traumaerfahrungen werden die den Handlungen des Täters zugrunde liegenden grenzüberschreitenden und zutiefst verachtenden Normen (Michaele Huber: „wie der Täter tickt“) über die Spiegelneurone im Opfer verinnerlicht und bilden, das, was wir „Täterintrojekte“ (PA) oder „Täterimitierende Selbstanteile“ (TSDP) nennen. Waren wir in der EST bisher von der Idee der „guten Absicht dieser Introjekt-Ego-States“ ausgegangen, so soll ein neuer Blick darauf klären, in wieweit dieses hypno-systemische Symptomverständnis bei schweren Grenzüberschreitungen noch zu halten ist.

Literatur:
Peichl, Jochen (2018). Innere Kritiker, Verfolger und Zerstörer: Ein Praxishandbuch für die Arbeit mit Täterintrojekten. Stuttgart: Klett-Cotta (Leben lernen)

Termin:
28. April 2021 17.00-20.30
120 € 

Anmeldung 2021