Spezialseminar: Wenn es schief geht. Herausforderungen in der Ego-State-Therapie: Schwierige Behandlungssituationen meistern

Referent: Dr. Kai Fritsche

Allgemeines

Das Seminar  „Wenn es schief geht. Herausforderungen in der Ego-State-Therapie: Schwierige Behandlungssituationen meistern“ ist ein Spezialseminar, das im Rahmen des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie angeboten wird. Es werden fortgeschrittene Konzepte und Techniken der Ego-State-Therapie vermittelt. Das Seminar kann einzeln oder im Rahmen des Curriculums gebucht werden. 

Das Seminar richtet sich an approbierte PsychotherapeutInnen sowie an PsychotherapeutInnen bzw. psychotherapeutisch Tätige weiterer Berufsgruppen mit vergleichbarer Ausbildung.

Das Seminar ist für die Zertifizierung in Ego-State-Therapie durch Ego-State-Therapy International (ESTI) zugelassen. Das Seminar ist zusätzlich im Rahmen der Fortbildung in Klinischer Hypnose von der M.E.G. als „C-Seminar“ anerkannt. Das Seminar wird zur Zertifizierung bei der Psychotherapeutenkammer Hessen eingereicht. Es werden 24 Fortbildungspunkte beantragt.

Inhalt

Das Seminar ist ein Fortgeschrittenen-Seminar innerhalb des zertifizierten Curriculums Ego-State-Therapie. Als Spezialseminar thematisiert es spezifische vertiefende Aspekte der Arbeit mit der Ego-State-Therapie in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Was mache ich, wenn schief geht? In diesem Seminar geht es um die vielen Fragen, die sich um sogenannte schief gegangene Behandlungssituationen oder Verläufe drehen. Es geht weniger um schillernde Verläufe der Ego-State-Therapie, bei denen alles klappt, sondern um die Bewältigung von Schwierigkeiten im Behandlungsverlauf und um die von idealtypischen Verläufen abweichenden Fälle. Es geht eher um die Fälle, die nicht in den Lehrbüchern auftauchen. Die Grundlage des Seminars bilden eine große Sammlung von Fragen aus den Supervisionen und eine Vielzahl an eigenen Erfahrungen mit Situationen, die schief gingen und eine kreative Lösungssuche erforderten. Das Konzept des Seminars ist so aufgebaut, dass schwierige Situationen aus dem gesamten Behandlungsprozess als Beispiele herangezogen werden. Entsprechende Erfahrungen und Befürchtungen der TeilnehmerInnen werden aufgegriffen und eingebunden. Teilweise können uns sogenannte schief gegangene Interventionen oder Verläufe auch so sehr erschrecken, verunsichern und an uns zweifeln lassen, dass wir fast erstarren und dadurch weit von unseren therapeutischen Möglichkeiten entfernt sind.

Das Hauptanliegen dieses Seminars besteht darin, aus diesen Situationen lernen und trotz der Schwierigkeiten verantwortungsvoll arbeiten zu können. Auf der Grundlage eines prozessorientierten Behandlungskonzeptes werden die Schwierigkeiten als Herausforderungen verstanden, denen kreativ begegnet werden kann. Die Rolle der TherapeutInnen und deren Ego-States wird in die Betrachtung mit einbezogen. Die TeilnehmerInnen sollen Wege finden, flexibel und kreativ auf Schwierigkeiten reagieren zu können.

Methoden

Das Seminar wird entsprechend der als schwierig bzw. schief gegangenerlebten Behandlungssituationen aufgebaut. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Die TeilnehmerInnen sollen dabei verschiedene Perspektiven einnehmen. Der Blick auf die eigene TherapeutInnenpersönlichkeit wird einbezogen und in Form von Selbsterfahrungsanteilen integriert. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

18. – 20.10.2019
jeweils 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Referent: Dr. Kai Fritsche
Veranstaltungsort: Wiesbaden, CVJM Räume, Oranienstrasse 15
480.- €

Anmeldung 2019