SOMA

SOMA ist ein körperorientierter Therapieansatz zur Traumaauflösung. Er baut auf den grundlegenden Prinzipien des Somatic Experiencing (SE) von Dr. Peter Levine, der Polyvagalen Theorie von Stephen Porges, der strukturellen Integration von Ida Rolf (Rolfing) sowie der Theorie des Tonic-Function-Movement-Systems von Hubert Godard auf. Durch Berührung, Bewegung und Unterstützung der bewussten Wahrnehmung unserer körperlichen Präsenz (Embodiment) sollen Auswirkungen von traumatischem Stress, wie zum Beispiel emotionale Dysregulation, wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden.

Gezielte Berührungen an den Fasern des ventralen Vagusnervs sowie des Sympathikus bewirken ein Ausschalten des dorsalen Vagusnervs und damit des Freeze-Zustandes, der durch ein Trauma entsteht. Durch Stimulation des  haptischen Systems soll der Klient „geerdet“ werden (Grounding) und seine emotionale Haltekraft (Containment) wieder zurückgewinnen. Die SOMA-Therapie zielt darauf ab, emotionale Traumata, die im Körper „gespeichert“ sind, aufzulösen. Dabei lernen Therapeuten, wie sie die Resonanz des Körpers in Kombination mit gezielten Berührungen nutzen können, damit der Patient wieder eine bessere Körperwahrnehmung (Embodiment) hat. Dadurch werden mehr Authentizität, Freude und Selbstvertrauen in die eigenen Bewegungsabläufe gefördert.

Dies führt wiederum zu einem Gefühl von höherer sozialer Kompetenz und damit auch zu mehr sozialem Engagement. In der Soma-Arbeit wird der Focus darauf gelegt, inwieweit traumatische Erlebnisse das myofasziale (Muskelfaszien), energetische und kinästhetische System (Tiefensensibilität oder Lage-Kraft- und Bewegungssinn) im Körper beeinträchtigt haben. Es werden Techniken angewandt, die diese Beeinträchtigungen auflösen. Dadurch werden Orientierungssinn, Raumlagewahrnehmung, Koordination sowie die Wahrnehmung der Schwerkraft positiv beeinflusst.

Im Workshop lernen die Teilnehmer gezielte Berührungen und Bewegungsübungen zur Aktivierung der o.g. Systeme sowie Übungen, die die aktivierten Körperbewegungen  unterstützen. Des Weiteren lernen sie myofasziale Techniken. Diese sollen ebenfalls die Mobilität fördern und insbesondere Bewegungseinschränkungen in den Faszien, im Diaphragma, der Viszera und in den Gelenken aufheben.

 

SOMA-Curriculum