Seminar: Hilfreiche Strategien zur Arbeit mit destruktiven Selbstanteilen, Täterintrojekten und malignen Glaubenssätzen in der Traumatherapie – ein hypnotherapeutisches Teilemodell.

Referent: Dr. Jochen Peichl

Dr. Peichl beschäftigt sich in diesem Intensivkurs mit dem Thema: die sog. Introjektion von Täter- und Verfolgeranteilen, bei Patienten mit schweren traumaassoziierten Störungen (Borderline, K-PTBS, DIS).

Ausgehend vom einfachen und normalen psychoanalytischen Modell der Introjektion bei der Bildung der Werte und Normen eines Menschen (Über-Ich), befassen wir uns im Theorieteil mit der traumainduzierten Introjektion und der Verbindung zu den neurobiologischen und psychischen Vorgänge während der Traumastressbelastung, speziell in der Phase der sog. tonischen Immobilisierung (sumit).

Hier müssen wir zwischen Täterintrojekt, Täterimplantat und Täterprogramm (mindcontrol) unterscheiden, um die toxischen Ausmaße der Täter/Opfer-Grenzüberschreitung zu verstehen.
Durch praktische Übungen und Livedemonstrationen wird die Theorievermittlung aufgelockert. Einige Fallschilderungen durch die Teilnehmer zu dem Thema sind willkommen. Grundkenntnisse der Konzepte der Traumatherapie sind wünschenswert.

Um neben der traumatischen Introjektion auch die Bildung von reaktiven Selbstanteilen zu verstehen, greifen wir auf die Theorie der Ego-State-Bildung von John und Helen Watkins zurück. Ein weiterer Baustein zum Verständnis ist die Sicht der hypno-systemischen Therapie zur Funktion des psychischen Symptoms als Lösung eines Problems – hier suchen wir die „gute Absicht“ in der scheinbar destruktiven Aussage des „Inneren Täters“. 

Literaturempfehlung:

Jochen Peichl: Innere Kritiker, Verfolger und Zerstörer. Ein Praxishandbuch für die Arbeit mit Täterintrojekten. Klett Cotta 2013 

 

30.01. – 31.01.2020
jeweils 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Referent: Dr. Jochen Peichl
Veranstaltungsort: Wiesbaden, CVJM Räume Oranienstrasse 15
330.- €

 

Anmeldung 2020