Haptic Gamma Embodiment

Haptic bedeutet hier, nicht nur der reine Tastsinn, sondern, dass im Tastsinn die Bewegungsempfindung (Kinästhesie) und Sinneswahrnehmungen kombiniert werden. Das Konzept des haptischen Systems wird somit erweitert, indem alle Sinne in die Kinästhesie des Tastsinnes integriert werden. Jede Bewegung des Körpers als Ausdruck einer Kinästhesie, kann den Zweck haben vor einer Empfindung zu schützen oder nach einer Empfindung zu suchen. Dadurch entsteht eine dynamische Beziehung, die wir als haptisch bezeichnen können. In jedem Augenblick wird der Tonus unseres Körpers durch bestimmte Körperhaltungen moduliert.
Dies geschieht auch in unseren Beziehungen zu anderen Menschen. Wir manifestieren unsere innere und äußere Präsenz in unseren Beziehungen zum anderen, auch körperlich. Dies geschieht sowohl durch Hinwenden von innen nach außen zum Anderen als auch durch Empfangen der Eindrücke des Anderen von außen nach innen.

Ist nun unser emotionales Abwehrsystem so organisiert, dass es Blockaden und Hemmungen gibt, so sind die Beziehungen der einzelnen Körpersysteme wie Muskulatur, Bänder, Sinnesorgane etc. nicht mehr im Fluss. Es gibt keine Kontinuität, sodass das haptische System dissoziiert sein kann. Das Ergebnis sind dann Blockaden und Verspannungen, fixierte Körperhaltungen, Einstellungen und Wahrnehmungen.

Das Wort Gamma bezieht sich auf die Gamma- Neurone auf deren neurologischem Pfad die Emotionen und räumliche Orientierung moduliert werden können. Es ist dieser Pfad, der uns ermöglicht, neue körperliche und emotionale Ausdrucks- und Koordinationsformen zu finden. Wir nennen diese Arbeit haptische Gamma-Verkörperung. Indem wir nun das haptische System erweitern durch einen Zustand von rezeptivem Präsenz

(Gamma), können wir auch die selbstregulativen und ko-regulativen Fähigkeiten der Klienten erweitern um. Dadurch können sie mehr Stabilität gewinnen. Blockaden der Handlungsfähigkeit werden gelöst und dadurch können neue gesündere Gewohnheits- und Einstellungsdynamiken entstehen.

Durch Berührung, Bewegung und Wahrnehmung, wird die Dynamik zwischen Eindruck und Ausdruckskraft verbessert. Wir „laden im gegenwärtigen Moment zu neuen emotionalen Reaktionen ein“, um durch eine bessere Qualität der Verkörperung im Prozess der Selbstregulierung und Ko-Regulierung ein Gleichgewicht zu schaffen.

Lernen Sie, wie Sie den Körper „lesen“ und wie Sie Blockaden und Fixierungen in Haltung und Bewegung erkennen können. Identifizieren Sie Blockaden von Wahrnehmungen und räumlicher Orientierung. Lernen Sie wie man das autonome Nervensystem ins Gleichgewicht bringt. Wie man einen freieren und dynamischeren Fluss in Körper und Geist erschafft.  Diese Arbeit verbessert das somatische Selbstgefühl, öffnet sich für eine bessere Regulierung des Tonus im Körper und ermöglicht dadurch eine stärkere / bessere Belastbarkeit gegenüber den Herausforderungen des Lebens. Dieser Ansatz ist aus phänomenologischer und neurophysiologischer Sicht ein somatischer Entwicklungs-und Veränderungsprozess zur Verbesserung der Qualität der menschliche Präsenz und Haltung.

Diese Arbeit kann in verschiedenen Arbeitsfeldern eingesetzt werden wie in der Psychotherapie, Traumatherapie, Physiotherapie, Erziehungsarbeit, Körperarbeit u.v.a.m.