Der sichere Weg zu Ego-States: Klassische und alternative Zugänge zu Ego-States und deren Versorgung

Referent: Dr. Kai Fritzsche

Die Arbeit mit Ego-States bildet den zentralen Baustein des von Helen und John Watkins entwickelten Konzepts der Ego-State-Therapie. Sie lässt sich erfolgreich für die Behandlung verschiedener Störungsbilder und Anwendung in unterschiedlichsten Problemfeldern einsetzen.

Die Arbeit erfordert eine Begegnung mit Ego-States. Die Begegnung stellt zum einen selbst einen wichtigen Wirkfaktor der Ego-State-Therapie dar. Zum anderen ist sie die Voraussetzung für die weiteren Schritte des phasenorientierten Konzepts, zu denen der Beziehungsaufbau, die Entwicklung von Verständnis und Akzeptanz, die Bewältigung konflikthafter oder traumatisierender Ereignisse, die Unterstützung von Veränderungsprozessen sowie die Förderung und Begleitung einer Integration gehören.

Am Anfang steht der Zugang, also die Frage, wie sich der Kontakt mit Ego-States herstellen lässt. Der Kontakt ist die halbe Miete. Dafür gibt es verschiedene Wege.

Im praxisorientierten Seminar werden Acht Zugänge und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme vorgestellt, erläutert und ggf. demonstriert.

Das Konzept der Ego-State-Therapie ermöglicht ein multimodales Arbeiten sowie eine Interventionsvielfalt, die sowohl den Besonderheiten der Patient/innen als auch den Stärken der Therapeut/innen entgegenkommt. Es umfasst ein breites Konzept- und Interventionsspektrum und reicht von distanziert wirkender Metakommunikation, über den Einsatz von Hypnose bis hin zur Anwendung von Techniken der Körperpsychotherapie, Kunsttherapie, der Arbeit mit Stühlen und weiteren Hilfsmitteln sowie psychodramatischen Interventionen u.v.m.

Die Acht Varianten lassen sich mit verschiedenen Erlebensebenen kombinieren, wodurch ein Pool aus Techniken entsteht, aus dem individualisiert und flexibel die passende ausgewählt werden kann.

Literatur:

Fritzsche, K. (2013). Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg, Carl-Auer, 3. Auflage 2018.

Fritzsche, K. (2017). Zwei Gesichter der Dissoziation: Ego-State-Therapie zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Psychotherapie im Dialog 3, 79-82.

Fritzsche, K. (2017). Zwei Gesichter der Dissoziation: Ego-State-Therapie zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Psychotherapie im Dialog 3, 79-82.

Termin:
08. – 10.06.2020 (3 Tage)
jeweils 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Referent: Dr. Kai Fritsche
Veranstaltungsort: Wiesbaden, CVJM Oranienstrasse 15
490,- €

Anmeldung 2020